Entwicklung der Erwerbspersonenzahl in Hessen
Dabei liegt der Fokus der Untersuchung auf der Anzahl an Erwerbspersonen, die auf dem Arbeitsmarkt in Hessen und seinen Regionen zur Verfügung stehen. Zu den Erwerbspersonen zählen Erwerbstätige und Erwerbslose.
Die wichtigsten Ergebnisse der Vorausschätzung sind im Folgenden kurz zusammengafasst:
Im Jahr 2024 lag die Erwerbsquote der 15 bis unter 67-Jährigen im Schnitt bei 77,1 %. Bei Fortschreibung dieser Erwerbsquote bis zum Jahr 2050 wird demografisch bedingt die Zahl der Erwerbspersonen im Alter von 15 bis unter 67 Jahren hessenweit um 206.000 bzw. 6,4 % sinken. Zum Jahresende 2024 lebten in Hessen knapp 6,3 Mio. Menschen, zwei Drittel bzw. 4,2 Mio. Personen davon in der Altersgruppe zwischen 15 und 67 Jahren, die allgemein als die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter bezeichnet wird.
Unter der Annahme einer bis zum Jahr 2050 auf durchschnittlich 82,6 % steigenden Erwerbsquote der 15 bis unter 67-Jährigen wächst hingegen die Zahl der Erwerbspersonen um insgesamt 8.000 bzw. +0,3 %. Voraussetzungen hierfür sind Verbesserungen der Rahmenbedingungen in der Betreuung von Kindern und pflegebedürftiger Familienangehöriger – dies würde vor allem die Arbeitsneigung von Frauen erhöhen – sowie die Schaffung regulatorischer Anreize auch nach Erreichen der Regelrentenaltersgrenze weiter erwerbstätig zu sein – dies zielt vor allem auf die Arbeitsneigung Älterer ab.
Für alle drei Regierungsbezirke würden bei einem landesweiten Anstieg der Erwerbs-quote auf durchschnittlich 82,6 % die sich auf dem Arbeitsmarkt abzeichnenden Engpässe deutlich abgemildert. Für den Regierungsbezirk Darmstadt wäre dabei mit ei-ner Zunahme der Erwerbspersonenzahl im Alter von 15 bis unter 67 Jahren um insge-samt 1,5 % zu rechnen. Demgegenüber wird in den Regierungsbezirken Gießen und Kassel selbst bei steigender Erwerbsquote ein Rückgang der Erwerbspersonenzahl in Höhe von 1,5 % bzw. 2,5 % zu erwarten sein.
Auf Kreisebene reichen die Veränderungsraten der Erwerbspersonenzahlen bei steigen-den Erwerbsquoten von plus 10,8 % in der Stadt Darmstadt bis hin zu minus 10,8 % im Vogelsbergkreis. Ursächlich dafür sind altersstrukturelle Unterschiede der Bevölkerung im Ausgangsjahr 2024. Mit Ausscheiden der Babyboomer aus dem Erwerbsleben ist jedoch zum Ende des Betrachtungszeitraums mit einer spürbaren Nivellierung dieser Unterschiede zu rechnen. So wäre bei steigender Erwerbsquote im Zeitraum von 2040 bis 2050 für die meisten hessischen Regionen mit positiven Erwerbspersonenentwicklungen zu rechnen.
Die Studie „Erwerbspersonenvorausschätzung für Hessen und seine Regionen bis zum Jahr 2050“ steht hier zum Download bereit.
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