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01.07.2026

Aktuelle Förderaufrufe für Digitalisierung, Ressourceneffizienz und gemeinschaftlich entwickelte Geschäftsmodellinnovationen

© Hessen Trade & Invest GmbH

Förderprogramme für KMU – der aktuelle Überblick Juli 2026

Diese Ausgabe bietet einen kompakten Überblick über folgende Förderaufrufe: DigiRess Circular für digitale Lösungen in Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft, die Ideenschmiede für nachhaltige Städte und Regionen für mutige Innovationskonzepte, der neue IGP-Call für gemeinschaftlich entwickelte Geschäftsmodelle sowie weiterhin nutzbare Fördermöglichkeiten im Rahmen von Distr@l Dual-Use.

 

DigiRess Circular – digitale Lösungen für Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft

Das neue Bundesprogramm DigiRess Circular unterstützt Unternehmen dabei, digitale Lösungen zur Steigerung der Ressourceneffizienz und zur Stärkung der Kreislauffähigkeit umzusetzen.

Was wird gefördert? Gefördert werden insbesondere digitale Lösungen, die Produktionsprozesse ressourceneffizienter gestalten, die Entwicklung von kreislauffähigen Produkten und Dienstleistungen unterstützen, die zirkuläre Geschäftsmodelle ermöglichen oder die Transparenz entlang von Wertschöpfungsketten schaffen.
Dazu zählen zum Beispiel digitale Produktpässe, digitale Zwillinge, KI-gestützte Prozessoptimierung, Plattformlösungen für Wiederverwendung oder digitale Lösungen zur Nachverfolgung von Materialien.

Wie hoch ist die Förderung? Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss. Die Zuwendung beträgt mindestens 100.000 Euro und maximal 1.000.000 Euro.

Wer wird gefördert? Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Kleinstunternehmen, Start-ups und KMU stehen ausdrücklich im Fokus. Einzel- und Verbundvorhaben sind möglich.

Unser Tipp:
Wichtig ist eine nachvollziehbare Darstellung des Beitrags zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und insbesondere den Zielen 8, 9, 12 und 13.
Einreichfrist für Projektskizzen

Vorgesehene Stichtage: 15. September 2026 und 15. Dezember 2026, abhängig von verfügbaren Haushaltsmitteln.

Mehr Informationen unter: https://www.digiress.de

 

Neuer IGP-Aufruf – Förderung für gemeinschaftlich entwickelte Geschäftsmodelle

Sie entwickeln gemeinsam mit einem anderen Unternehmen ein neues Geschäftsmodell, einen Service oder eine digitale Anwendung? Der aktuelle Aufruf im Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP) fördert innovative Geschäftsmodelle, bei denen nicht zwingend eine neue Technologie im Vordergrund steht, sondern die Neuartigkeit der Problemlösung, bzw. des Marktzugangs.

Was wird gefördert? Der aktuelle 7. Call richtet sich an gemeinschaftlich entwickelte Cross-Innovationen, also Projekte, die branchen- oder disziplinübergreifend entstehen. Beispiele sind Kooperationen zwischen Start-ups und Mittelstand, Kreativwirtschaft und Industrie oder Handwerk und jungen Digitalunternehmen.

Wie hoch ist die Förderung? Gefördert werden Machbarkeitsprojekte und Marktreifeprojekte als Zuschuss. Die konkrete Förderhöhe hängt von Projektart, Unternehmensgröße und Projektkosten ab.

Wer wird gefördert? Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen, inklusive Gründungen, Selbständige und gemeinwohlorientierte Unternehmen. Förderfähig sind in diesem Call nur Projekte mit mindestens zwei beteiligten Unternehmen. Forschungseinrichtungen oder Hochschulen können als Kooperationspartner eingebunden werden.

Unser Tipp: Der Förderaufruf ist besonders geeignet für Unternehmen, die gemeinsam neue Märkte erschließen oder Geschäftsmodelle testen möchten. Entscheidend ist, dass der innovative Mehrwert der Zusammenarbeit klar erkennbar wird.

Einreichfrist für Teilnahmeanträge: 20. August 2026, 15:00 Uhr

Mehr Informationen unter: https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/igp 

 

FONA: Ideenschmiede für nachhaltige Städte und Regionen – mutige Ideen für die Stadt und Region von morgen

Sie haben eine innovative Idee für nachhaltigere, lebenswertere Städte oder Regionen? Die „Ideenschmiede für nachhaltige Städte und Regionen“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert visionäre Ansätze, die technologische, soziale und gesellschaftliche Innovationen für nachhaltige Städte und Regionen verbinden.

Was wird gefördert? In der ersten Phase „Urban Ignite“ werden frühe, innovative Ideen mit hohem Potenzial unterstützt – auch wenn sie noch mit Unsicherheiten verbunden sind. Im Mittelpunkt stehen Ansätze, die urbane und regionale Systeme neu denken – zum Beispiel in den Bereichen nachhaltige Mobilität, Logistik, Gebäude- und Flächennutzung, bezahlbarer Wohnraum, lebendige Stadt- und Ortskerne, kommunale Daseinsvorsorge oder weitere Themen nachhaltiger Stadt- und Regionalentwicklung.

Wie hoch ist die Förderung? Für die Entwicklung und Validierung einer Idee sind Zuschüsse von bis zu 85.000 Euro möglich. Erfolgreiche Vorhaben können in einer zweiten Phase („Urban Impact“) weiterentwickelt und in Reallaboren erprobt werden.

Wer wird gefördert? Antragsberechtigt sind Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen (insbesondere Start-ups und KMU), Kommunen sowie gesellschaftliche Organisationen.

Unser Tipp: Nutzen Sie die Chance, auch wenn Ihre Ideen noch nicht vollständig ausgereift sind. Entscheidend sind Innovationspotenzial, Nachhaltigkeitswirkung und eine realistische Perspektive für Umsetzung oder Transfer.

Einreichfrist für Ideenskizzen: 20. Juli 2026, 12:00 Uhr

Mehr Informationen unter: https://www.fona.de/de/fona-bekanntmachung-zum-thema-ideenschmiede-fuer-nachhaltige-staedte-regionen

 

Distr@l Dual-Use – weiterhin Förderchancen für digitale Innovationen

Sie haben ein digitales Entwicklungsvorhaben mit zivilem Nutzen, das perspektivisch auch sicherheitsrelevante Anwendungsmöglichkeiten haben könnte? Dann bleibt Distr@l Dual-Use weiterhin eine interessante Option.
Das Programm unterstützt digitale Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Hessen, die den Stand der digitalen Technik signifikant erhöhen. Der Dual-Use-Aufruf richtet sich an innovative Lösungen, die primär zivil genutzt werden, aber auch sicherheitsrelevantes Potenzial besitzen.

Was wird gefördert? Gefördert werden digitale Innovationsprojekte mit hohem Entwicklungsanspruch. Dazu können unter anderem KI, Datenanalyse, Sensorik, Robotik, Kommunikationstechnologien oder digitale Anwendungen für resiliente Systeme gehören.

Wie hoch ist die Förderung? Die konkrete Förderhöhe hängt von der jeweiligen Distr@l-Förderlinie und dem Vorhaben ab. Gefördert wird als Zuschuss.

Wer wird gefördert? Distr@l richtet sich unter anderem an KMU, Start-ups, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Hessen. Je nach Förderlinie sind Einzel- oder Verbundvorhaben möglich.

Unser Tipp: Viele Unternehmen denken bei Dual-Use sofort an Verteidigung. Tatsächlich können auch zivile digitale Lösungen relevant sein, wenn sie perspektivisch zur Resilienz, Sicherheit oder kritischen Infrastruktur beitragen. Eine frühe Prüfung lohnt sich.

Aktuelle Einreichhinweise: Skizzen können kontinuierlich eingereicht werden. Aktuell veröffentlichte Einreichfristen sind unter anderem der 12. Juli 2026 und 20. September 2026 für Förderlinien 1 und 2 sowie der 30. Juni 2026 und 30. August 2026 für Förderlinie 4.

Mehr Informationen unter: https://digitales.hessen.de/Foerderprogramme/Distrl/

 

Sie möchten wissen, ob eines dieser Programme zu Ihrem Vorhaben passt? Dann sprechen Sie mit uns: Über die Plattform Wirtschaftswandel können Sie unkompliziert einen kostenlosen Beratungstermin vereinbaren.

Zudem finden Sie weitere Fördermöglichkeiten und aktuell relevante Programme jederzeit im Förderkompass Hessen – unserer Förderdatenbank für Unternehmen auf der Suche nach passenden Förderangeboten.

Foto: Florian Görlich
Florian Görlich
Ansprechperson WirtschaftsWandel Hessen

Florian Görlich

Projektmanager WirtschaftsWandel Hessen
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+49 171 9482384 florian.goerlich@htai.de



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