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17.03.2026

Aktuelle Förderprogramme für Innovation, Ressourceneffizienz und Digitalisierung

© Hessen Trade & Invest GmbH

Förderprogramme für KMU – der aktuelle Überblick April 2026  

Ab sofort liefern wir Ihnen jedes Quartal einen kompakten Überblick über relevante Förderprogramme – konkret und verständlich.  

Im Fokus dieser Ausgabe: zwei Förderprogramme aus Hessen – Distr@l für Dual-Use-Technologien und PIUS-Invest zur Verbesserung der Ressourceneffizienz. 

 

Hessen fördert Ihr Digitalprojekt mit Distr@l – Förderaufruf für Dual-Use-Technologien 

Haben Sie ein technologisches Entwicklungsvorhaben, das wirklich etwas bewegen könnte – aber die Finanzierung fehlt? Mit dem Programm Distr@l können Sie einen nicht rückzahlbaren Zuschuss für Projekte mit sogenanntem Dual-Use-Potenzial erhalten: Lösungen, die sowohl im zivilen Alltag als auch in sicherheitsrelevanten Bereichen Wirkung entfalten. 

Was wird gefördert? Die Bandbreite ist groß – und das ist eine gute Nachricht. Ob KI und Datenanalyse, Robotik, Sensorik, neue Materialien, Luft- und Raumfahrt oder Biotechnologie: Wenn Ihre Idee in diese Richtung geht, lohnt sich ein genauer Blick. 

Wie hoch ist die Förderung? Gefördert werden bis zu 50 % der Projektsumme (100.000 bis 500.000 Euro) als nicht rückzahlbarer Zuschuss 

Wer wird gefördert? KMU, Start-ups, Hochschulen und Forschungseinrichtungen – als Einzelunter-nehmen oder gemeinsam im Verbund. Gerade Kooperationsprojekte haben oft besonders gute Chancen.  

Unser Tipp: Viele Unternehmen unterschätzen das Förderpotenzial ihrer Projekte – tatsächlich sind deutlich mehr Vorhaben förderfähig, als allgemein angenommen wird. Im Zweifel ist es besser, lieber einmal mehr zu fragen.  

Einreichfrist für Projektskizzen: 26. April 2026 

Mehr Informationen unter: https://digitales.hessen.de/Foerderprogramme/Distrl/  

  

Erfolgreiches Programm PIUS-Invest startet wieder 

Energiekosten- und Materialkosten senken – und dafür noch Geld bekommen? PIUS-Invest bezuschusst Investitionen in Ressourceneffizienz mit bis zu 500.000 Euro – also Geld, das Sie nicht zurückzahlen müssen. Wenn Sie als Unternehmen in Hessen darüber nachdenken, Prozesse effizienter zu gestalten, weniger Energie zu verbrauchen und dabei CO-Emissionen zu reduzieren, dann sollten Sie sich PIUS-Invest genauer anschauen.  

Was wird gefördert? Gefördert werden Maßnahmen zur Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz, zur Einsparung und Kreislaufführung von Wertstoffen (inkl. innovativer Fertigungstechniken) sowie zur Speicherung, Erzeugung, Verteilung und Nutzung erneuerbarer Energien und zur Anpassung an den Klimawandel. 

Wie hoch ist die Förderung? Gefördert werden bis zu 30 % der förderfähigen Investitionskosten, maximal 500.000 Euro pro Vorhaben, als nicht rückzahlbarer Zuschuss. 

Wer wird gefördert? Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (< 250 Mitarbeitenden) der gewerblichen Wirtschaft mit Sitz in Hessen. 

Was ist neu? Die Vergabe läuft über ein wettbewerbliches Verfahren. Entscheidend sind vor allem: wie viel CO eingespart wird, wie effizient der Fördereinsatz ist – und wie innovativ das Projekt ist. Wer gut vorbereitet einreicht, hat deutlich bessere Chancen. 

Wichtig: Frist beachten! Anträge müssen bis zum 12. Mai 2026 vollständig elektronisch über das Kundenportal der WIBank eingereicht werden. 

Unsere Tipps 

  1. Durch das neue Wettbewerbsverfahren zählt nicht nur, was Sie beantragen – sondern wie überzeugend Sie es begründen. Wer seinen CO-Effekt klar belegt, hat gute Aussicht auf Erfolg.
  2. PIUS lässt sich auch mit anderen Förderprogrammen kombinieren, z.B. dem HessenFonds Innovationskredit für eine 100% Finanzierung zu günstigen Konditionen. 

Einreichfrist für Projektskizzen: 12. Mai 2026 

Mehr Informationen: https://www.wibank.de/wibank/pius-invest-2021-2020/pius-invest-592352  

 

Steuervorteil für Innovation: Kennen Sie schon die Forschungszulage? 

Viele KMU wissen nicht, dass sie für ihre eigene Entwicklungsarbeit eine direkte Steuervergütung bekommen können. Keine Ausschreibung, kein Wettbewerb, kein Antrag bei einer Förderbank. Das Programm wurde im Januar 2026 nochmals deutlich aufgewertet.  

Was hat sich geändert?  

  • Die maximale Bemessungsgrundlage steigt von 10 auf 12 Millionen Euro – bei einem Fördersatz von 35 % sind das bis zu 4,2 Millionen Euro jährlich 
  • Erstmals können Sie eine Pauschale von 20 % für Gemein- und Betriebskosten geltend machen – weniger Aufwand, mehr Förderung 
  • Der Stundensatz für Ihre eigene Arbeit als Unternehmer steigt auf 100 Euro pro Stunde 

Für wen lohnt sich das besonders? Für alle, die intern entwickeln – neue Produkte, neue Prozesse, neue Software. Ob Sie ein kleines Team haben oder als Einzelunternehmer selbst Hand anlegen: Die Forschungszulage honoriert Ihren Einsatz direkt.  

Was ist zu beachten?  Die Zulage verlangt saubere Dokumentation: Wer hat wann woran gearbeitet? Was war das Ziel? Wie weit ist das Projekt? Wer das von Anfang an mitschreibt, hat am Jahresende kaum Mehraufwand. Die neuen Konditionen gelten für alle Aufwendungen ab dem 1. Januar 2026. Laufende Projekte mit Kosten vor diesem Datum werden noch nach den alten Regeln bewertet. 

Unser Tipp: Die Forschungszulage ist eines der wenigen Fördermittel, das Sie nicht beantragen müssen, bevor Sie starten – aber die Dokumentation muss von Tag eins an stimmen. Wer noch kein System dafür hat, sollte das schnell ändern.  

Mehr Informationen: Forschungszulage: Steuerliche Förderung von Forschung & Entwicklung per Forschungszulagengesetz (FZulG) - Bescheinigungsstelle Forschungszulage 

Veranstaltungen: Veranstaltungen: Veranstaltungstermine der Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) - Bescheinigungsstelle Forschungszulage 

 

Sie möchten wissen, ob eines dieser Programme zu Ihrem Vorhaben passt? Dann sprechen Sie mit uns: Über die Plattform WirtschaftsWandel Hessen können Sie unkompliziert einen kostenlosen Beratungstermin vereinbaren. Zudem finden Sie weitere Fördermöglichkeiten und aktuell relevante Programme jederzeit im Förderkompass Hessen – unserer Förderdatenbank für Unternehmen auf der Suche nach passenden Förderangeboten. 

Foto: Florian Görlich
Florian Görlich
Ansprechperson WirtschaftsWandel Hessen

Florian Görlich

Projektmanager WirtschaftsWandel Hessen
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